Corona und wir – wie die Krise noch kreativer macht

IMG 8767Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn die Kita nicht wie sonst mit Kinderstimmen und Leben
gefüllt ist.
Wir haben jedoch von Anfang an Kontakt zu allen Kindern mit ihren Familien gehalten, indem wir
Osterpost, kreative Ideen für zuhause und Grüße an alle austeilten.
Seitdem einige Kinder die Notbetreuung nutzen, tun wir alles, was Corona uns erlaubt.
So haben wir für alle Kinder und Eltern, die zuhause sind, ein „Plauderstündchen“ eingeführt,
d.h. wir sind von Montag bis Donnerstag zwischen 8.00 und 12.00 Uhr telefonisch erreichbar und
die Familien können mit uns reden. Diejenigen, die dieses Angebot bereits in Anspruch
genommen haben, empfanden es als Bereicherung die Stimme der Erzieherin zu hören und sich
auszutauschen.
Manche Kinder konnten fast gar nicht mehr aufhören zu erzählen, was sie alles daheim so
machen und es war spürbar, dass die Sehnsucht nach dem Kitabesuch groß ist.
Kurz vor Muttertag konnten die Kinder mit ihrer Mama am Kita-Eingang einen Umschlag
Abholen. Was wohl darin zu finden war?
Ein Päckchen Blumensamen, welche die Kinder mit ihrer Mama im eigenen Garten einsäen
Konnten und somit, wenn sie blühen, immer einen frischen Blumenstrauß für Mama pflücken
können.
Um die Kinder und Eltern immer auf dem aktuellen Stand zu halten, Wocheninfos raus zu geben,
Ideenvorschläge und Angebote zu versenden sowie Rückmeldungen zu geben und zu
bekommen, nutzen wir die Möglichkeit per E-Mail zu kommunizieren.
Die Eltern können uns Bilder per Mail von ihren Kindern schicken, was sie so in der Kita-freien
Zeit machen und wir lassen eine große Fotowand daraus entstehen.
Wir freuen uns schon auf die erstaunten Kommentare und strahlenden Augen, wenn alle Kinder
wieder in der Kita sind und die Fotos betrachten können.
Genauso stellte sich die Frage: „Werden dann dieses Jahr gar keine Schultüten gebastelt?“
Die Eltern melden bei uns an, wer Interesse daran hat und wie die konkrete Umsetzung
letztendlich aussieht oder was möglich ist, müssen wir einfach abwarten.
Abwarten ist momentan die tägliche Herausforderung für uns alle aber vor allem auch für die
Eltern.
Unsere neueste Idee entstand durch den Gedanken, wie wir die Corona-Zeit noch bunter und mit
Kontakt auf Abstand zu den Kindern und Eltern gestalten können.
Ab sofort sind bei uns Zaungäste herzlich willkommen! Viele verschiedene farbige Stoffbänder
stehen draußen zur Verfügung und können durch den Zaun gewebt werden und alle können
sehen, wie ein Gemeinschaftswerk entsteht. Gleichzeitig ist es ein Begegnungsort, sodass man
zumindest mal über den Zaun miteinander reden und sich sehen kann

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Viele Grüße aus der Kita St. Josef in Waibstadt
Bleiben Sie gesund!